Neuer HLCA Artikel: Do adolescents understand the items of the European Health Literacy Survey Questionnaire (HLS-EU-Q47) – German version?

Do adolescents understand the items of the European Health Literacy Survey Questionnaire (HLS-EU-Q47) – German version? Findings from cognitive interviews of the project “Measurement of Health Literacy Among Adolescents” (MOHLAA) in Germany

Background

In Germany, there are no measurement tools to assess the general health literacy of adolescents. The aim of the study “Measurement of Health Literacy Among Adolescents” (MOHLAA) is to develop such a tool for use among adolescents aged 14–17. The German version of the European Health Literacy Survey Questionnaire (HLS-EU-Q47-GER) served as a blueprint for the development of the tool. The present study examined the extent to which the HLS-EU-Q47-GER can be applied to the measurement of general health literacy in adolescents.

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Gesundheitskompetenz und Gesundheitspolitik: Nationaler Aktionsplan Gesundheitskompetenz

Gesundheit in allen Politikbereichen findet immer größeren Zuspruch und auch Gesundheitskompetenz ist mittlerweile auf der politischen Ebene in Deutschland angekommen. Der Verbundkoordinator Ullrich Bauer ist Mitherausgeber des “Nationalen Aktionsplan Gesundheitskompetenz”, der u.a. anderem auch Gesundheitskompetenz im Bildungsbereich als Handlungsfeld definiert und somit auf einer Linie mit den Empfehlungen des Gesundheitsministeriums im Rahmen der Allianz Gesundheitskompetenz steht.

Der Plan zum download hier auf Deutsch und Englisch.

Stress: are we coping? Mental Health Literacy Förderung an Schulen in UK

Die Mental Health Foundation, eine gemeinnützige Organisation aus Großbritannien, die sich der Förderung der psychischen Gesundheit widmet, hat auf Grundlage einer in diesem Jahr durchgeführten repräsentativen Studie Empfehlungen im Bereich Mental Health ausgesprochen, zu denen auch die Förderung von Mental Health Literacy bei Lehrkräften (Aus-, Fort- und Weiterbildung) und Schülerinnen und Schülern zählt. Idealerweise solle dies im Whole-School-Ansatz geschehen. Alle Empfehlungen, der Abschlussbericht mit dem Titel: “Stress: are we coping?” und weiterführende Informationen sind hier zu finden.

A Child’s World Conference 2018 – New Shoes New Direction

Der HLCA-Verbund ist auf der diesjährigen “A Child’s World Conference 2018 – New Shoes New Direction”, die vom 11. bis 13. Juli 2018 an der Aberystwyth University (Wales, UK) stattfindet, mit zwei Vorträgen vertreten.

  1. Learning, education and the ethical question of what we offer to pupils (Ullrich Bauer und Uwe H. Bittlingmayer)
  2. A review of health literacy of children and young people: definitions, interpretations, and implications for future research and practice initiatives (Paulo Pinheiro)

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Programmübersicht

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Health literacy in an age of technology – schoolchildren’s experiences and ideas

Gesundheitskompetenz von Schulkindern fördern. Link zum Artikel.

The aim of this paper was to explore opportunities to promote schoolchildren’s health literacy based on their own experiences and ideas. Research suggests the necessity for health literacy to be included into the school curriculum, and to view health promotion as part of lifelong learning. There is also a need to involve schoolchildren in developing health literacy so they can find strategies to improve their health. Continue reading

Neuer Beitrag | Cultural health literacy: the experiences of Māori in palliative care

Ein interessanter Artikel zu Cultural Health Literacy aus Neuseeland im Global Health Promotion Journal der IUHPE:

Health literacy is a concept that is frequently applied to the patient’s ability to find and comprehend health information. However, recent literature has included the skill of the health professional and the accessibility of health resources as important factors in the level of health literacy achieved by individuals and populations. In 2014 a qualitative study Continue reading

NRW Landesprogramm Bildung und Gesundheit mit ähnlicher Ausrichtung wie HLCA

Mit dem Leitziel des NRW Landesprogramms Bildung und Gesundheit (BuG), die Gesundheits- und Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen, das Wohlbefinden und auch die Leistungsfähigkeit von Erwachsenen, die in der Schule aktiv sind, nachhaltig zu verbessern, formuliert BuG folgende Bildungs- und Gesundheitsziele, in denen auch die Förderung der Gesundheitskompetenz von Kindern und Jugendlichen prominent auftaucht und welche das obige Leitziel unterstützen:

  1. Förderung der Gesundheitskompetenz: u. a. Gesundheitseinstellungen, Gesundheitsbewusstsein, Gesundheitsverhalten sowie Gesundheitserleben der Personen (Verhaltensprävention),
  2. Verbesserung der gesundheitsrelevanten Rahmenbedingungen für alle Personen in den Schulen (Verhältnisprävention),
  3. Verbesserung der Bildungsqualität in den Schulen,
  4. Verbesserung der Integration der Gesundheitsförderung und Prävention in die Bildung und Wissenschaft und vor allem in die Schul- und Bildungspolitik.

BuG Link zur Homepage

Hier sehen wir mit unseren HLCA Forschungsaktivitäten eine sehr hohe Passung sowohl mit den bereits abgelaufenen als auch mit den neuen Projekten der zweiten Förderphase 2018-2021. Das sind fantastische Neuigkeiten. #healthliteracy

Start in die zweite HLCA-Förderphase 2018-2021

Der HLCA-Verbund ist am 1.3.2018 in die zweite Förderphase gestartet. Basierend auf den Ergbenissen der ersten Förderphase legt der Verbund seinen Schwerpunkt auf die Messung von Health Literacy bei Kindern und Jugendlichen, auf die Entwicklung, Implementierung und Evaluation von Interventionen, um die Health Literacy, Mental Health Literacy und e-Health Literacy von Kindern, Jugendlichen und Professionellen zu fördern und auf angewandte Politikfeldanalyse im Bereich Health Literacy mit Blick auf Kinder und Jugendliche. Weitere Schwerpunkte sind Analysen zu Gender und gesundheitsökonomische Begleitevaluationen in der Interventionsforschung.

Gesundheitskompetenz: Verständliche Informationen für alle Nutzergruppen

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Liebe Health Literacy- Gemeinde,
wir möchten mit euch an dieser Stelle folgende Aussage zur Gesundheitskompetenz von Ullrich Bauer, dem HLCA-Verbundkoordinator, teilen, die er im Rahmen der AOK Zeitschrift Gesundheit und Gesellschaft gegeben hat:

„Das Thema Gesundheitskompetenz hat die Potenz, der Gesundheitsversorgung der Zukunft ein neues Gesicht zu geben. Das gilt vor allem für die Patienten- und Selbsthilfevertretungen. Dabei sprechen wir von einer Herausforderung, die vielleicht noch nicht überall richtig verstanden wurde. Gesundheitskompetenz heißt nicht, die Verantwortlichkeit für Gesundheit auf die einzelnen Nutzer abzuwälzen. Gesundheits-kompetenz ist das Stichwort für ein transparentes Gesundheitswesen, das verlässliche Informationen verständlich an alle Nutzergruppen kommunizieren kann. Gerade für die Selbst-hilfe ist das ein entscheidender Schritt. Die Entmündigung im Gesundheitswesen geht häufig mit einer hohen Forderung an Verhaltensänderungen einher. Gesundheitskompetenz heißt, dass Informationen zielgruppenorientiert angeboten, Entscheidungen aber autonom getroffen werden.“
Prof.Dr. Ullrich Bauer, Fakultät für Erziehungswissenschaften, Universität Bielefeld

Gesundheit und Gesellschaft: http://aok-bv.de/hintergrun/gesundheit_und_gesellschaft/

Health Literacy: Forscher und Nachwuchswissenschaftler aus der ganzen Welt zu Gast in Bielefeld

Die 2. internationale HLCA-Summer School Health Literacy: Research, Policy and Advocacy hat vom 18. bis zum 22. September 2017, am Zentrum für Interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld, Nachwuchswissenschaftler_innen aus der ganzen Welt mit renommierten, internationalen Forschern aus dem Themenfeld Health Literacy (gesundheitliche Grundbildung) zusammengebracht.


© Orkan Okan, Universität Bielefeld

Angeleitet durch Dr. Kristine Sørensen (Niederlande), Prof. Dr. Diane Levin-Zamir (Israel) und Prof. Dr. Luis Saboga-Nunes (Portugal) haben 37 Personen aus 14 Ländern den Weg nach Bielefeld gefunden. Zunächst wurden:

– die Forschungsplanung und mögliche Forschungsmethoden,
– die Potentiale und Herausforderungen von Health Literacy mit Blick auf Kinder und Jugendliche,
– die Betrachtung konkreter Fälle in klinischen Kontexten und
– der Beteiligung von Patienten und anderen vulnerablen Gruppen im Forschungsprozess gemeinsam erarbeitet.

Anschließend haben die Nachwuchswissenschaftler_innen spannende und relevante Forschungsprojekte entwickelt und im Plenum präsentiert und rege diskutiert.

  
© Orkan Okan, Universität Bielefeld

Weiterhin wurde die praktische Arbeit politischer Entscheidungsträger_innen mithilfe der Analyse und Bewertung politische Aktionspläne zu Health Literacy und anderer politischer Dokumente betrachtet.
Zum Abschluss der Woche wurden notwendige Soft-Skills für Health Literacy Expert_innen mit der erfahrenen Gesundheits- und Health Literacy–Expertin Barbara Kondilis von der Hellenic University in Griechenland praktisch erprobt.
Darüber hinaus sprach Prof. Dr. Peter Goldblatt vom Institute of Health Equity des University College London (UK) über gesundheitliche Chancengleichheit und Gerechtigkeit im Zusammenhang mit Health Literacy.
Luis Saboga-Nunes gab als Präsident der EUPHA – Health Promotion Section einen Input in das Feld der Gesundheitsförderung, der Prävention von Tabakkonsum und evidenzgeleitete Einblicke in die Salutogenese. Stefanie Harsch von der Pädagogischen Hochschule Freiburg stellte erste Forschungsergebnisse einer Health Literacy Studie in Afghanistan vor.
Kristine Sørensen hat die abschließende Präsentation zu Health Literacy gehalten und beendete gemeinsam mit Prof. Dr. Ullrich Bauer, Dr. Paulo Pinheiro und Orkan Okan die Summer School 2017.
Dabei, so das Fazit der jungen Wissenschaftler_innen, waren die internationale Atomsphäre und die Gruppendynamik herausragend. Entscheidend sei dafür auch die flache Hierarchie zwischen Lehrenden und Studierenden gewesen. Als sehr bereichernd haben die Teilnehmer_innen die Auseinandersetzungen mit weltweit stattfindenden Health Literacy – Projekten wahrgenommen und dabei vor allem auch die Möglichkeit hervorgehoben sich mit den Forschungsmethoden auseinandersetzen zu können.


© Orkan Okan, Universität Bielefeld

Health Inequalities XII: Closing the Gap in Health Inequalities – Quo vadis?

Im Rahmen des Public Health Kongresses in Deutschland “Armut und Gesundheit” vom 16. und 17. März 2017 an der Technischen Universität Berlin, hat am Freitag, den 17. März das 12. Health Inequalities Fachforum stattgefunden.

Ausgehend von der Frage: Closing the Gap in Health Inequalities – Quo vadis? bildeten den Schwerpunkt der Vorträge und Diskussionen mögliche Strategien, um diese Lücken zu schließen.

Dabei waren die formulierten Empfehlungen von der Commission on Social Determinants of Health (CSDH) richtungsweisend. Diese lauten:
1) die Verbesserung der Lebensbedingungen,
2) die Reduzierung in der ungerechten Verteilung von Macht, Geld und Ressourcen und
3) die Messung und das Verständnis des Problems um die Wirksamkeit von Maßnahmen zu bewerten.
Im Besonderen wurde die Entwicklung, Umsetzung und Evaluation von Maßnahmen als wichtiges Vehikel erachtet, um eine Verringerung von sozial bedingten Ungleichheiten in der Gesundheit der Bevölkerung zu erreichen.
Dabei wurde der Zusammenhang zwischen sozialer Ungleichheit und Gesundheit sowohl im internationalen als auch im nationalen Kontext betrachtet.

Ausgewählte Webinare des Fachforums sind:

Taking action on health inequalities and improving health equity: The International perspective von Prof. Dr. Peter Goldblatt, University College London, Institute of Health Equity, England

und

Improving health Literacy to take action on health equity von
Prof. Dr. Luis Saboga-Nunes, National School of Public Health, Universidade NOVA de Lisboa, Portugal

Organisiert wurde das Fachforum von:
Prof. Dr. Ullrich Bauer, Dr. Paulo Pinheiro, Orkan Okan (Bielefeld University, Faculty of Educational Science, Centre for Prevention and Intervention in Childhood and Adolescence (CPI)
Prof. Dr. Uwe Bittlingmayer (University of Education Freiburg, Institute of Sociology)
Prof. Dr. Diana Sahrai (University of Applied Sciences and Arts Northwestern Switzerland, School of Education),
Dr. Irene Moor (Martin Luther University of Halle-Wittenberg, Institute of Medical Sociology) und Jens Hoebel, MSc (Robert Koch Institute Berlin)

Das HLCA Team Bielefeld zu Besuch im Deutschen Kinderschmerzzentrum in Datteln

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Unsere Gastgeber und Gastgeberinnen Prof. Dr. Boris Zernikow, Dr. Julia Wager, Lorin Stahlschmidt und Ann-Kristin Ruhe haben uns einen sehr schönen Tag am  an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln, Universität Witten/Herdecke. bereitet. Herzlichen Dank dafür!
Während unseres Aufenthalts haben wir einen Einblick in die Forschung und Praxis im Kontext chronischer Schmerzen im Kindes- und Jugendalter vermittelt bekommen. Umso mehr verstehen wir nun die besondere Bedeutung frühzeitiger Intervention für eine gelingende Versorgungssituation für Kinder und Jugendliche mit chronischen Schmerzen, die gegenwärtig in Deutschland leider nur unzureichend ist.
Psychosomatische Belastungszustände und der Umgang mit diesen im Lebensalltag der Kinder und betroffener Familien sind vor allem auch ein Thema, das von besonderer Relevanz für Public Health und somit für die Gesundheitsförderung und Primärprävention im Kindes- und Jugendalter ist, da chronische Schmerzen die Lebensqualität, die psychische und psychologische Gesundheit und ebenso das Wohlbefinden stark einschränken.

Das Institut entwickelte sich zu einer wichtigen Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche mit stark beeinträchtigenden Schmerzen und etablierte sich im Laufe der Zeit als deutsches Zentrum für die Versorgung chronisch schmerzkranker Kinder.
Als Anerkennung für die langjährige und erfolgreiche Arbeit hat die Kinderschmerzambulanz die Auszeichnung “Ausgewählter Ort 2011” erhalten. Im Januar 2012 wurde daran anschließend das Deutsche Kinderschmerzzentrum gegründet.

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Um die Situation von betroffen Kindern, Jugendlichen und Familien zu verbessern, ist das Deutsche Schmerzzentrum aktiv in verschiedene Forschungsaktivitäten involviert. Dabei sind die Themenschwerpunkte der Forschungsprojekte chronische Schmerzen bei Kindern und Jugendlichen, Palliativsituationen und Evaluation von Weiterbildung.
Neben Studien über Symptome, Messmethoden oder die Wirksamkeit von Medikamenten werden auch Studien im Bereich der Versorgungsforschung und Evaluationsprojekte durchgeführt. Mitarbeiter/innen des Forschungsteams betreuen außerdem Diplomanden/innen und Doktoranden/innen bei der Verfassung ihrer Abschluss- bzw. Promotionsarbeiten.

Zur Qualitätssicherung wird die Patientenversorgung durch Forschungsprojekte begleitet, die in einem multiprofessionellen Forschungsteam umgesetzt werden. Mit den bisherigen Projekten wurden bis dato zentrale Meilensteine zur Verbesserung der Situation von chronisch schmerzkranken Kindern erreicht.

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Aus Sicht der Kinderschmerztherapie gewinnt das Thema Health Literacy im Kindes- und Jugendalter zunehmend an Bedeutung vor allem im Zusammenhang mit dem Umgang von chronischen Schmerzbelastungen. Ganzheitlich gedacht, spielt neben der Health Literacy der Kinder und Jugendlichen auch die der Eltern und der am Versorgungs- und Forschungsprozess beteiligten Professionellen eine wichtige Rolle, die für den Erfolg dieser Versorgungsform vor allem aus Settingperspektive nicht genug betont werden kann.

Wir freuen uns, den Standort erkundet und das Team vom Deutschen Kinderschmerzzentrum noch besser kennengelernt zu haben.

Weitere Informationen finden Sie unter:

Deutsches Kinderschmerzzentrum: http://www.deutsches-kinderschmerzzentrum.de

Lehrstuhl für Kinderschmerztherapie und Pädiatrische Palliativversorgung: http://www.uni-wh.de/gesundheit/lehrstuhl-kinderschmerztherapie-palliativmedizin/