EUSPR Newsletter featuring an Overview of German Prevention Research Networks

“BMBF is currently funding seven larger prevention research networks that were positively evaluated in a competitive call in 2014. The networks usually comprise of research and implementation partners, and are geographically spread all over Germany. A joint umbrella project to support collaboration across networks is likely to be launched in 2017. These projects are probably the largest currently funded prevention projects in Germany, and will continue (given a positive mid-term evaluation) up to 2020.” read more

Luís Saboga-Nunes and Orkan Okan have been elected president and co-president of EUPHA’s Health Promotion Section

Luís Saboga-Nunes from our advisory board and consortium´s member Orkan Okan have been elected president and co-president, respectively, of EUPHA’s Health Promotion Section at 2016´s EPH annual meeting in Vienna. EUPHA, the European Public Health Association, is by far the largest organisation for public health experts in Europe and brings together around 14.000 people for professional exchange and collaboration throughout Europe. For at least the next two years, Luís and Orkan will be in charge of the health promotion section representing the voices of more than 2,500 section members.
The HLCA consortium congratulates Luís and Orkan in the warmest possible way for this tremendous success.

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Health Literacy in Deutschland – Erarbeitung eines nationalen Aktionsplans

In Deutschland haben etwa 54 % der Bevölkerung eine problematische Health Literacy/Gesundheitskompetenz. Ähnlich sind die Ergebnisse anderer Studien (WIdO), ebenso des European Health Literacy Survey (HLS-EU) und anglo-amerikanscher Studien. International erfährt das Thema Health Literacy daher schon seit längerem große Aufmerksamkeit – sei es in der Forschung oder der Politik. Auf der EU-Ebene existiert beispielsweise seit einigen Jahren ein Programm „Promoting Health Literacy in Europe“. Ergänzend haben einige nationale Regierungen eigene Programme gestartet, denen oft die Erarbeitung eines Aktionsplans voraus ging. Aktionspläne existieren beispielsweise in den USA, Kanada, Australien, Schottland und auch Österreich. Sie dienen sowohl dazu, dem Thema zu größerer Resonanz in der Politik und bei wichtigen Akteuren zu verhelfen als auch politische Maßnahmen anzustoßen.

In Deutschland wird die Bedeutung von Gesundheitskompetenz/Health Literacy für die Gesundheitserhaltung und Gesundheitsversorgung erst neuerlich diskutiert, ist aber noch nicht ausreichend als gesellschaftliche, politische und gesundheitswissenschaftliche Gestaltungsaufgabe erkannt.

Zielsetzung
Hier ist der Anknüpfungspunkt des beantragten Projekts, das einen Beitrag dazu leisten möchte, dem Thema Health Literacy als Gestaltungsaufgabe in Deutschland zu größerer gesellschaftlicher und politischer Resonanz zu verhelfen. Ziel des Projektvorhabens ist es:

  • einen Nationalen Aktionsplan zum Thema Health Literacy/Gesundheitskompetenz zu erarbeiten, der auf Verbesserung der Gesundheitskompetenz der deutschen Bevölkerung zielt.
  • Der Aktionsplan soll unterschiedliche Expertisen bündeln, auf einer systematischen Analyse der Situation im deutschsprachigen Raum basieren und Handlungsschritte auf unterschiedlichen Ebenen aufzeigen.
  • Der von einer Expertengruppe erarbeitete Aktionsplan wird anschließend validiert und auf einer Tagung präsentiert und diskutiert.
  • Laufzeit02/2016 bis 01/2019

Projektleitung
Prof. Dr. Doris Schaeffer (Federführung), Prof. Dr. Ulrich Bauer, Fakultät für Erziehungswissenschaften, Zentrum für Prävention und Intervention im Kindes- und Jugendalter (ZPI), Universität Bielefeld, Prof. Dr. Klaus Hurrelmann, Hertie School of Governance, Berlin, Dr. Kai Kolpatzik, AOK-Bundesverband

Koordination
Dr. Annett Horn

Projektförderung
Robert Bosch Stiftung

BERICHT: HLCA Verbundtreffen, 08./9. Oktober 2015, Bielefeld (englisch)

The 2nd meeting of the “Health Literacy in Childhood and Adolescence” Consortium (HLCA) focussed on selected issues and challenges linked to the research methodologies used in the individual subprojects of the joint research project. Rather than evaluating the projects’ methodological approaches, the project teams to shared first experiences and selected open questions. This framework provided the opportunity to seek advice and recommendations from the colleagues and the attendant scientific advisory board in order to support the further implementation of the methodologies.
The meeting started with a guided poster walk to inform on the ongoing research activities in the individual projects (session 1). Gender, diversity and intersectionality aspects were addressed as themes of cross cutting relevance in session 2 followed by a key note presentation (session 3) by Emma Bond, University Campus Suffolk, England, providing an overview of methodological and ethical requirements of child research.

The second part of the first day was covered with various “One on One” sessions, focussing on selected methodological issues in the individual projects. Particular questions were presented and discussed in an interactive and participatory mode by making use of two way communication. These “One on One” sessions provided a good framework for new input (project member), feedback (experts from advisory board) and fruitful dialogues (project member, expert, and audience).

The second day started with a key note presentation on “Empirical Research with and/or for Children? Highlighting Challenges and Framing Methodological and Ethical Requirements” by Graça S. Carvalho, Research Centre on Child Studies, University of Minho, Braga, Portuga which aimed at addressing challenges when placing methods and methodologies at the centre of research with the child and youth population. The following session has been designed as a workshop that aimed to gain insights into the components and conceptual elements of the current health literacy understanding in childhood and adolescence. All the participants of the second meeting were invited to review the presented literature review and to contribute with their individual perspectives to the mapping of the concept for children and adolescents.

NEWS: Neue Mitglieder im Scientific Advisory Board

Der HLCA Verbund hat nach seinem erfolgreichen Verbundtreffen im Oktober 2015 in Bielefeld zwei neue Mitglieder in den Kreis des Scientific Advisory Boards aufgenommen. Bei den neuen Mitgliedern handelt es sich um

  • Emma Bond, Institute for Social, Education and Enterprise Development, University
    Campus Suffolk, England link
  • Prof. Dr. Graça S. Carvalho, Research Centre on
    Child Studies, University of Minho, Braga, Portugal link

Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit!

BERICHT: Workshop “Researching with Children and Young People in Diverse Socio-spatial Contexts”

Ende September fand ein zweitägiger Workshop zur ‘Forschung mit Kindern und jungen Personen in verschiedenen sozio-räumlichen Kontexten’ an der Universität Loughborough (England) statt. Der Workshop war als Austausch von Wissenschaftler/innen zu Themen der Kinder- und Jugendforschung geplant, an dem Dirk Bruland, vom TEACHER-MHL und NEPP-Projekt, teilnahm. In diesem Austausch gab es kein Richtig oder Falsch, sondern es stand ein sensibles an der jeweiligen vorgestellten Forschungssituation angemessenes Verhalten in der Erhebungsphase im Vordergrund. Der Workshop reicherte viele Ansatzpunkte, Sichtweisen und Perspektiven im Austausch mit Kollegen aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen an, die für die Umsetzung von Projekten im HLCA gewinnbringend sind. Die Programmpunkte des Workshops werden an dieser Stelle kurz zusammengefasst.

Am ersten Tag gab es zwei Programmpunkte. Der erste davon behandelte verschiedene Themenbereiche zur Erreichung von möglichen Teilnehmer/innen bei wissenschaftlichen Untersuchungen. Im Vordergrund lag hier die Methodenauswahl (quantitative Befragung, qualitative Befragung – in Einzel- oder Gruppengesprächen) und die Erreichung von Teilnehmer/innen an die gegebenen und sich verändernden Verhältnisse. Als Beispiel kann die vor mehr als einem Jahrzehnt empfundene Innovation mit Online-Befragungen genannt werden, die alleine aus Neugier zur Teilnahme motiviert hat, und heutzutage in so einer Häufigkeit durchgeführt wird, dass die Motivation zur Teilnahme gering ist. Die Perspektive von Forschung im globalen Norden und Süden wurde dabei kontrastierend von den beiden Referenten des Programmpunktes eingenommen. Beim zweiten Programmpunkt des Tages wurden (Online-)Archive als weiterer Forschungszugang und die Möglichkeiten von historischen Untersuchungen von Kindheit und Jugend behandelt.

Der zweite Tag begann spielerisch. Zur Erforschung von Emotionen wurden verschiedene methodische Ansätze durchgegangen. Hierzu gehörte u.a. das angeleitete Spiel mit Lego-Bausteinen, worüber Kindern eine Möglichkeit zum Ausdruck ihrer Gedanken geboten wird. Der letzte Programmpunkte behandelte weitere methodische Ansätze zur Untersuchung von jungen Menschen. Neben Rollenspielen, die die Ansätze aus verschiedenen Perspektiven praktisch erfahrbar machten, wurden ethische Aspekte angesprochen. Ein Aspekt war z.B. die informierte Einwilligung und dessen Umgang unter dem Aspekt, ab wann ein Kind versteht, wofür ein Wissenschaftlicher Daten erhebt (oder warum dieser mit einem spielt).

BEITRAG: Paulo Pinheiro zu Health Literacy – das Zusammenspiel von Bildung und Gesundheit

Im Info_Dienst für Gesundheitsförderung, Zeitschrift von Gesundheit Berlin-Brandenburg, 15. Jahrgang, 1. Ausgabe 2015 findet sich einBeitrag von Dr. Paulo Pinheiro, dem stellv. Koordinator des HLCA Verbundes, zu den Health Literacy Sessions, die im Jahre 2015 auf der Tagung Armut und Gesundheit in stattgefunden haben. Der Kongress Armut und Gesundheit 2015 fand am 5. und 6. März 2015 an der Technische Universität Berlin statt und wurde ausgerichtet von Gesundheit Berlin-Brandenburg in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Public Health (DGPH) und der Technischen Universität Berlin (Gesundheitsökonomisches Zentrum Berlin und Zentrum Technik und Gesellschaft).

Der Info_Dienst fist auch unter www.armut-und-gesundheit.de und hier zu finden.