Das HLCA Team Bielefeld zu Besuch im Deutschen Kinderschmerzzentrum in Datteln

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Unsere Gastgeber und Gastgeberinnen Prof. Dr. Boris Zernikow, Dr. Julia Wager, Lorin Stahlschmidt und Ann-Kristin Ruhe haben uns einen sehr schönen Tag am  an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln, Universität Witten/Herdecke. bereitet. Herzlichen Dank dafür!
Während unseres Aufenthalts haben wir einen Einblick in die Forschung und Praxis im Kontext chronischer Schmerzen im Kindes- und Jugendalter vermittelt bekommen. Umso mehr verstehen wir nun die besondere Bedeutung frühzeitiger Intervention für eine gelingende Versorgungssituation für Kinder und Jugendliche mit chronischen Schmerzen, die gegenwärtig in Deutschland leider nur unzureichend ist.
Psychosomatische Belastungszustände und der Umgang mit diesen im Lebensalltag der Kinder und betroffener Familien sind vor allem auch ein Thema, das von besonderer Relevanz für Public Health und somit für die Gesundheitsförderung und Primärprävention im Kindes- und Jugendalter ist, da chronische Schmerzen die Lebensqualität, die psychische und psychologische Gesundheit und ebenso das Wohlbefinden stark einschränken.

Das Institut entwickelte sich zu einer wichtigen Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche mit stark beeinträchtigenden Schmerzen und etablierte sich im Laufe der Zeit als deutsches Zentrum für die Versorgung chronisch schmerzkranker Kinder.
Als Anerkennung für die langjährige und erfolgreiche Arbeit hat die Kinderschmerzambulanz die Auszeichnung “Ausgewählter Ort 2011” erhalten. Im Januar 2012 wurde daran anschließend das Deutsche Kinderschmerzzentrum gegründet.

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Um die Situation von betroffen Kindern, Jugendlichen und Familien zu verbessern, ist das Deutsche Schmerzzentrum aktiv in verschiedene Forschungsaktivitäten involviert. Dabei sind die Themenschwerpunkte der Forschungsprojekte chronische Schmerzen bei Kindern und Jugendlichen, Palliativsituationen und Evaluation von Weiterbildung.
Neben Studien über Symptome, Messmethoden oder die Wirksamkeit von Medikamenten werden auch Studien im Bereich der Versorgungsforschung und Evaluationsprojekte durchgeführt. Mitarbeiter/innen des Forschungsteams betreuen außerdem Diplomanden/innen und Doktoranden/innen bei der Verfassung ihrer Abschluss- bzw. Promotionsarbeiten.

Zur Qualitätssicherung wird die Patientenversorgung durch Forschungsprojekte begleitet, die in einem multiprofessionellen Forschungsteam umgesetzt werden. Mit den bisherigen Projekten wurden bis dato zentrale Meilensteine zur Verbesserung der Situation von chronisch schmerzkranken Kindern erreicht.

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Aus Sicht der Kinderschmerztherapie gewinnt das Thema Health Literacy im Kindes- und Jugendalter zunehmend an Bedeutung vor allem im Zusammenhang mit dem Umgang von chronischen Schmerzbelastungen. Ganzheitlich gedacht, spielt neben der Health Literacy der Kinder und Jugendlichen auch die der Eltern und der am Versorgungs- und Forschungsprozess beteiligten Professionellen eine wichtige Rolle, die für den Erfolg dieser Versorgungsform vor allem aus Settingperspektive nicht genug betont werden kann.

Wir freuen uns, den Standort erkundet und das Team vom Deutschen Kinderschmerzzentrum noch besser kennengelernt zu haben.

Weitere Informationen finden Sie unter:

Deutsches Kinderschmerzzentrum: http://www.deutsches-kinderschmerzzentrum.de

Lehrstuhl für Kinderschmerztherapie und Pädiatrische Palliativversorgung: http://www.uni-wh.de/gesundheit/lehrstuhl-kinderschmerztherapie-palliativmedizin/