Gesundheitskompetenz: Verständliche Informationen für alle Nutzergruppen

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Liebe Health Literacy- Gemeinde,
wir möchten mit euch an dieser Stelle folgende Aussage zur Gesundheitskompetenz von Ullrich Bauer, dem HLCA-Verbundkoordinator, teilen, die er im Rahmen der AOK Zeitschrift Gesundheit und Gesellschaft gegeben hat:

„Das Thema Gesundheitskompetenz hat die Potenz, der Gesundheitsversorgung der Zukunft ein neues Gesicht zu geben. Das gilt vor allem für die Patienten- und Selbsthilfevertretungen. Dabei sprechen wir von einer Herausforderung, die vielleicht noch nicht überall richtig verstanden wurde. Gesundheitskompetenz heißt nicht, die Verantwortlichkeit für Gesundheit auf die einzelnen Nutzer abzuwälzen. Gesundheits-kompetenz ist das Stichwort für ein transparentes Gesundheitswesen, das verlässliche Informationen verständlich an alle Nutzergruppen kommunizieren kann. Gerade für die Selbst-hilfe ist das ein entscheidender Schritt. Die Entmündigung im Gesundheitswesen geht häufig mit einer hohen Forderung an Verhaltensänderungen einher. Gesundheitskompetenz heißt, dass Informationen zielgruppenorientiert angeboten, Entscheidungen aber autonom getroffen werden.“
Prof.Dr. Ullrich Bauer, Fakultät für Erziehungswissenschaften, Universität Bielefeld

Gesundheit und Gesellschaft: http://aok-bv.de/hintergrun/gesundheit_und_gesellschaft/

Health Literacy: Forscher und Nachwuchswissenschaftler aus der ganzen Welt zu Gast in Bielefeld

Die 2. internationale HLCA-Summer School Health Literacy: Research, Policy and Advocacy hat vom 18. bis zum 22. September 2017, am Zentrum für Interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld, Nachwuchswissenschaftler_innen aus der ganzen Welt mit renommierten, internationalen Forschern aus dem Themenfeld Health Literacy (gesundheitliche Grundbildung) zusammengebracht.


© Orkan Okan, Universität Bielefeld

Angeleitet durch Dr. Kristine Sørensen (Niederlande), Prof. Dr. Diane Levin-Zamir (Israel) und Prof. Dr. Luis Saboga-Nunes (Portugal) haben 37 Personen aus 14 Ländern den Weg nach Bielefeld gefunden. Zunächst wurden:

– die Forschungsplanung und mögliche Forschungsmethoden,
– die Potentiale und Herausforderungen von Health Literacy mit Blick auf Kinder und Jugendliche,
– die Betrachtung konkreter Fälle in klinischen Kontexten und
– der Beteiligung von Patienten und anderen vulnerablen Gruppen im Forschungsprozess gemeinsam erarbeitet.

Anschließend haben die Nachwuchswissenschaftler_innen spannende und relevante Forschungsprojekte entwickelt und im Plenum präsentiert und rege diskutiert.

  
© Orkan Okan, Universität Bielefeld

Weiterhin wurde die praktische Arbeit politischer Entscheidungsträger_innen mithilfe der Analyse und Bewertung politische Aktionspläne zu Health Literacy und anderer politischer Dokumente betrachtet.
Zum Abschluss der Woche wurden notwendige Soft-Skills für Health Literacy Expert_innen mit der erfahrenen Gesundheits- und Health Literacy–Expertin Barbara Kondilis von der Hellenic University in Griechenland praktisch erprobt.
Darüber hinaus sprach Prof. Dr. Peter Goldblatt vom Institute of Health Equity des University College London (UK) über gesundheitliche Chancengleichheit und Gerechtigkeit im Zusammenhang mit Health Literacy.
Luis Saboga-Nunes gab als Präsident der EUPHA – Health Promotion Section einen Input in das Feld der Gesundheitsförderung, der Prävention von Tabakkonsum und evidenzgeleitete Einblicke in die Salutogenese. Stefanie Harsch von der Pädagogischen Hochschule Freiburg stellte erste Forschungsergebnisse einer Health Literacy Studie in Afghanistan vor.
Kristine Sørensen hat die abschließende Präsentation zu Health Literacy gehalten und beendete gemeinsam mit Prof. Dr. Ullrich Bauer, Dr. Paulo Pinheiro und Orkan Okan die Summer School 2017.
Dabei, so das Fazit der jungen Wissenschaftler_innen, waren die internationale Atomsphäre und die Gruppendynamik herausragend. Entscheidend sei dafür auch die flache Hierarchie zwischen Lehrenden und Studierenden gewesen. Als sehr bereichernd haben die Teilnehmer_innen die Auseinandersetzungen mit weltweit stattfindenden Health Literacy – Projekten wahrgenommen und dabei vor allem auch die Möglichkeit hervorgehoben sich mit den Forschungsmethoden auseinandersetzen zu können.


© Orkan Okan, Universität Bielefeld

Health Inequalities XII: Closing the Gap in Health Inequalities – Quo vadis?

Im Rahmen des Public Health Kongresses in Deutschland “Armut und Gesundheit” vom 16. und 17. März 2017 an der Technischen Universität Berlin, hat am Freitag, den 17. März das 12. Health Inequalities Fachforum stattgefunden.

Ausgehend von der Frage: Closing the Gap in Health Inequalities – Quo vadis? bildeten den Schwerpunkt der Vorträge und Diskussionen mögliche Strategien, um diese Lücken zu schließen.

Dabei waren die formulierten Empfehlungen von der Commission on Social Determinants of Health (CSDH) richtungsweisend. Diese lauten:
1) die Verbesserung der Lebensbedingungen,
2) die Reduzierung in der ungerechten Verteilung von Macht, Geld und Ressourcen und
3) die Messung und das Verständnis des Problems um die Wirksamkeit von Maßnahmen zu bewerten.
Im Besonderen wurde die Entwicklung, Umsetzung und Evaluation von Maßnahmen als wichtiges Vehikel erachtet, um eine Verringerung von sozial bedingten Ungleichheiten in der Gesundheit der Bevölkerung zu erreichen.
Dabei wurde der Zusammenhang zwischen sozialer Ungleichheit und Gesundheit sowohl im internationalen als auch im nationalen Kontext betrachtet.

Ausgewählte Webinare des Fachforums sind:

Taking action on health inequalities and improving health equity: The International perspective von Prof. Dr. Peter Goldblatt, University College London, Institute of Health Equity, England

und

Improving health Literacy to take action on health equity von
Prof. Dr. Luis Saboga-Nunes, National School of Public Health, Universidade NOVA de Lisboa, Portugal

Organisiert wurde das Fachforum von:
Prof. Dr. Ullrich Bauer, Dr. Paulo Pinheiro, Orkan Okan (Bielefeld University, Faculty of Educational Science, Centre for Prevention and Intervention in Childhood and Adolescence (CPI)
Prof. Dr. Uwe Bittlingmayer (University of Education Freiburg, Institute of Sociology)
Prof. Dr. Diana Sahrai (University of Applied Sciences and Arts Northwestern Switzerland, School of Education),
Dr. Irene Moor (Martin Luther University of Halle-Wittenberg, Institute of Medical Sociology) und Jens Hoebel, MSc (Robert Koch Institute Berlin)

Das HLCA Team Bielefeld zu Besuch im Deutschen Kinderschmerzzentrum in Datteln

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Unsere Gastgeber und Gastgeberinnen Prof. Dr. Boris Zernikow, Dr. Julia Wager, Lorin Stahlschmidt und Ann-Kristin Ruhe haben uns einen sehr schönen Tag am  an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln, Universität Witten/Herdecke. bereitet. Herzlichen Dank dafür!
Während unseres Aufenthalts haben wir einen Einblick in die Forschung und Praxis im Kontext chronischer Schmerzen im Kindes- und Jugendalter vermittelt bekommen. Umso mehr verstehen wir nun die besondere Bedeutung frühzeitiger Intervention für eine gelingende Versorgungssituation für Kinder und Jugendliche mit chronischen Schmerzen, die gegenwärtig in Deutschland leider nur unzureichend ist.
Psychosomatische Belastungszustände und der Umgang mit diesen im Lebensalltag der Kinder und betroffener Familien sind vor allem auch ein Thema, das von besonderer Relevanz für Public Health und somit für die Gesundheitsförderung und Primärprävention im Kindes- und Jugendalter ist, da chronische Schmerzen die Lebensqualität, die psychische und psychologische Gesundheit und ebenso das Wohlbefinden stark einschränken.

Das Institut entwickelte sich zu einer wichtigen Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche mit stark beeinträchtigenden Schmerzen und etablierte sich im Laufe der Zeit als deutsches Zentrum für die Versorgung chronisch schmerzkranker Kinder.
Als Anerkennung für die langjährige und erfolgreiche Arbeit hat die Kinderschmerzambulanz die Auszeichnung “Ausgewählter Ort 2011” erhalten. Im Januar 2012 wurde daran anschließend das Deutsche Kinderschmerzzentrum gegründet.

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Um die Situation von betroffen Kindern, Jugendlichen und Familien zu verbessern, ist das Deutsche Schmerzzentrum aktiv in verschiedene Forschungsaktivitäten involviert. Dabei sind die Themenschwerpunkte der Forschungsprojekte chronische Schmerzen bei Kindern und Jugendlichen, Palliativsituationen und Evaluation von Weiterbildung.
Neben Studien über Symptome, Messmethoden oder die Wirksamkeit von Medikamenten werden auch Studien im Bereich der Versorgungsforschung und Evaluationsprojekte durchgeführt. Mitarbeiter/innen des Forschungsteams betreuen außerdem Diplomanden/innen und Doktoranden/innen bei der Verfassung ihrer Abschluss- bzw. Promotionsarbeiten.

Zur Qualitätssicherung wird die Patientenversorgung durch Forschungsprojekte begleitet, die in einem multiprofessionellen Forschungsteam umgesetzt werden. Mit den bisherigen Projekten wurden bis dato zentrale Meilensteine zur Verbesserung der Situation von chronisch schmerzkranken Kindern erreicht.

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Aus Sicht der Kinderschmerztherapie gewinnt das Thema Health Literacy im Kindes- und Jugendalter zunehmend an Bedeutung vor allem im Zusammenhang mit dem Umgang von chronischen Schmerzbelastungen. Ganzheitlich gedacht, spielt neben der Health Literacy der Kinder und Jugendlichen auch die der Eltern und der am Versorgungs- und Forschungsprozess beteiligten Professionellen eine wichtige Rolle, die für den Erfolg dieser Versorgungsform vor allem aus Settingperspektive nicht genug betont werden kann.

Wir freuen uns, den Standort erkundet und das Team vom Deutschen Kinderschmerzzentrum noch besser kennengelernt zu haben.

Weitere Informationen finden Sie unter:

Deutsches Kinderschmerzzentrum: http://www.deutsches-kinderschmerzzentrum.de

Lehrstuhl für Kinderschmerztherapie und Pädiatrische Palliativversorgung: http://www.uni-wh.de/gesundheit/lehrstuhl-kinderschmerztherapie-palliativmedizin/

Kenneth Yongabi Anchang zu Besuch in Bielefeld

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Am 09. Dezember 2016 durfte das HLCA-Team Bielefeld den Forscher Kenneth Yogabi Anchang begrüßen. Er ist der Forschungsdirektor der Katholischen Universität von Kamerun, Bamenda und hält einen Doktortitel in öffenlicher Gesundheit und Infektiologie und einem Doktor in biologischer Medizintechnik. In seinem beeindruckenden Vortrag sprach er über Health Literacy und deren hoher Bedeutung, um die Gesundheit von Menschen und sozialen Gemeinschaften zu gewährleisten. Gerade in Ländern mit einem hohen Vorkommen von Krankheiten in welchen die Zugänge zu notwendigen Ressourcen stark limitiert sind, spielt es eine besonders wichtige Rolle. Dabei so ein zentrales Argument seines Vortrags, ist eine Transformation top-down gesteuerter Gesundheitsförderung von Nöten, hin zu health literacy interventionen, welche mit und in der Gemeinschaft selbst entwickelt und umgesetzt werden. Den Vortrag können Sie hier einsehen: Appropriate Health Literacy Interventions to improve Health Outcomes.

HL Intervention für Kinder und Professionelle

Förderung von Sexual Health Literacy, Resilienzstärkung und Empowerment bei Kindern: Entwicklung, Implementierung und Evaluation eines schulbasierten Gruppenprogramms zur Prävention von sexualisierter Gewalt in der Primarstufe (IGEL)

Das IGEL Projekt war ein Verbundprojekt der Universitäten Duisburg-Essen und Bielefeld unter Leitung von Prof. Dr. Ullrich Bauer und wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zwischen 01.09.2012 – 31.10.2015 gefördert.

Zielgruppe und Interventionsansatz

Die Intervention basiert auf einem ressourcenorienten (persönliche/soziale) und sozialökologischen Ansatz und richtet sich sowohl an Kinder v0n 8 bis 10 Jahren (3./4: Grundschulklassen), Lehrkräfte und weitere an der Schule tätige Professionelle und schließt auch Eltern mit ein.

IGEL Ziele

Das Ziel des IGEL-Präventionsprogramms besteht zum einen darin, die Selbstschutzfähigkeit von Schülerinnen und Schülern der dritten Klassenstufe durch die Steigerung ihres Wissens über sexualisierte Gewalt sowie durch das praktische Erlernen von Handlungskompetenzen zu stärken und sie dazu zu befähigen, sexualitätsbezogene Situationen erkennen und besser abwehren zu können. Zum anderen soll die Sensibilität für sexuellen Missbrauch auf Seiten der Lehrkräfte erhöht und die Fähigkeit der Erkennung und adäquaten Reaktion bei Übergriffen verbessert werden. Das Programm soll einer Verbesserung des Schutzes vor sexualisierter Gewalt im Setting Schule dienen und die Schaffung einer “Kultur der Aufmerksamkeit” fördern.

  • Verbesserung des Wissens und Bewusstsein über sexualisierte Gewalt und Gesundheit bei Professionellen und Kindern
  • Vermittlung von Präventions- und Hilfemöglichkeiten
  • Stärkung des Empowerments
  • Wissensbasis über sexuelle Gesundheit und Gesundheitsförderung stärken
  • Handlungsfähigkeit stärken
  • Einüben von Abwehrstrategien
  • Verbesserung des gesundheitsbezogenen Verhaltens
  • Sensibilisierung und Professionalisierung des pädagogischen Personals
  • Schaffung einer “Kultur der Aufmerksamkeit” an der Schule
  • schulorganisatorische Veränderungen (Schutzkonzepte)
  • Partizipativer Ansatz und Einbindung aller Akteure (Professionelle, Kinder, Eltern)

Implementierung des IGEL-Programms

  • 5-stündige Schulung der Lehrkräfte (als SchiLF) möglich
  • 6 Unterrichtsstunden (je 45 Min) + 1 Refreshing-Einheit (45 Min)
  • Flexibel durchführbare Unterrichtsstunden: direkt hintereinander oder über mehrere Wochen und Monate

Das IGEL-Programm besteht aus sieben Unterrichtsstunden, die variabel gestaltet werden können. Dies ist eine Einsicht aus der Durchführung in der Pilotphase. Die Praktikabilität des Programms liegt darin, dass es Stundenabläufe sind, aber keine Einheiten. Jeder Ablauf ist in einer Schulstunde zu schaffen, sollte es mal länger dauern, kann der zeitliche Bedarf auch flexibel gestaltet werden.

Die Stunden im Überblick

  1. Einführung in das Programm
  2. Erarbeitung der Definition
  3. Mein Körper
  4. Berührungen
  5. Geheimnisse
  6. Erkennen von „Okay!“ / „Hey, stopp!“ Situationen
  7. IGEL Profi

Didaktik

  • IGEL-Rap (Tanzen und Singen)
  • Arbeit mit Fallvignetten
  • Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit
  • Benennungs-, Material- und Malübungen
  • Reflexions- und Themenkarten
  • Gruppenarbeiten
  • “Zertifizierung” zum IGEL-Profi
  • Elternbriefe

Besonderheiten

  • Basis-Info für LuL zur selbständigen Erarbeitung oder Refreshing
  • Checkliste (Notfallplan) für Verdachts- und Krisensituationen
  • Strukturierungsvorschläge und Vorlagen für Elternarbeit
  • Zusatzinformationen zu anderen Formen von Kindesmisshandlung und -vernachlässigung

IGEL Forschungsdesign

  1. Konzeptentwicklung und Vorbereitung der Evaluation
  2. Implementierung, Evaluation and Konzeptadaptation

Das primärpräventive Interventionsprogramm besteht aus zwei Modulen:

  1. Präventionsmaßnahme für Lehrkräfte und Eltern
  2. Präventionsmaßnahme für Schülerinnen und Schüler

Die Implementierung fand in acht Grundschulen statt, wobei jeweils zwei 3. Klassen teilgenommen haben (Interventionsgruppe N=16 Klassen und Kontrollgruppe N=4).

Evaluation

Durch die Universität Bielefeld (Prof. Dr. Petra Kolip), die die hohe Wirksamkeit und niedrigschwellige Implementierung bestätigte.
Entwickler

  • Ina M. Kreuz ist aktive Lehrerin, verfügt über Berufspraxis in der Primar- und Sekundarstufe und ist bereits in der Entwicklung des Lions Quest Programms Erwachsen handeln beteiligt gewesen.
  • Prof. Ullrich Bauer ist Leiter des Zentrums für Prävention und Intervention im Kindes- und Jugendalter an der Universität Bielefeld und seit vielen Jahren in der Lehrerbildung tätig.
  • Dr. Wilhelm Körner ist Psychologischer Psychotherapeut und in Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeut und hat mehrjährige Erfahrung in der Erziehungsberatung und Schulpsychologie.

EUSPR Newsletter featuring an Overview of German Prevention Research Networks

“BMBF is currently funding seven larger prevention research networks that were positively evaluated in a competitive call in 2014. The networks usually comprise of research and implementation partners, and are geographically spread all over Germany. A joint umbrella project to support collaboration across networks is likely to be launched in 2017. These projects are probably the largest currently funded prevention projects in Germany, and will continue (given a positive mid-term evaluation) up to 2020.” read more

Luís Saboga-Nunes and Orkan Okan have been elected president and co-president of EUPHA’s Health Promotion Section

Luís Saboga-Nunes from our advisory board and consortium´s member Orkan Okan have been elected president and co-president, respectively, of EUPHA’s Health Promotion Section at 2016´s EPH annual meeting in Vienna. EUPHA, the European Public Health Association, is by far the largest organisation for public health experts in Europe and brings together around 14.000 people for professional exchange and collaboration throughout Europe. For at least the next two years, Luís and Orkan will be in charge of the health promotion section representing the voices of more than 2,500 section members.
The HLCA consortium congratulates Luís and Orkan in the warmest possible way for this tremendous success.

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NEWS: Michael Rehder ” Psychisch belastete Eltern in der Sozialpädagogischen Familienhilfe” veröffentlich

Michael Rehder “Psychisch belastete Eltern in der Sozialpädagogischen Familienhilfe” veröffentlicht in der Reihe: Prävention im Kindes- und Jugendalter, hrsg. von U. Bauer, W. Körner und P. Pinheiro

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Psychische Störungen und Elternschaft

Bedeutsamkeit psychischer Störungen; Belastung der Angehörigen;
Elternschaft und psychische Erkrankung im Kontext unterschiedlicher
Hilfesysteme; Prävalenzen und Risiken betroffener Kinder; Interindividuelle
Varianz bei vergleichbarer Diathese; Kategorien psychosozialer Belastung;
Bedeutende Störungsbilder der Eltern; Synopse

Die Sozialpädagogische Familienhilfe – Soll- und Ist-Zustand

Sozialpädagogische Familienhilfe – Aufgaben und Genese; Weshalb sollten
Fachkräfte der Sozialpädagogischen Familienhilfe etwas von psychischen
Störungen verstehen? Untersuchungen zur Sozialpädagogischen Familienhilfe;
Synopse

Forschungsmethodische Vorgehensweise

Fragestellung, Intention und Methodenentscheidung; Feldforschung, Ethnographie,
teilnehmende Beobachtung; Dimensionale Einordnung der Untersuchung;
Die Feldzugangsproblematik und ihre Überwindung; Hinweise auf
psychische Belastungslagen – standardisierte Instrumente als triangulatives
Moment? Dokumentation der Forschung – die Anfertigung von Beobachtungsprotokollen;
Rollenreflexion und Probleme in der Beziehungsarbeit;
Zirkulärer Ablauf der Feldforschung; Ergänzung der dichten Beschreibungen
durch ein integratives, texthermeneutisches Auswertungsverfahren; Zur
Darstellungsweise der Fallanalysen

Empirischer Zugang zur Hilfesituation

Fallanalyse des ersten Hilfeprozesses – Frau Weingarten und Familie Schulze;
Fallanalyse des zweiten Hilfeprozesses – Frau Ehrenfeld und Familie Jahn;

Differenzperspektivische Analysen

Forschungs- und praxisbezogene Diskussion der Ergebnisse
Traumatisierte Klient/-innen in den Hilfen zur Erziehung; Interdisziplinäre
Ansätze zum Verständnis bedeutsamer Ergebnisse – Was könnte den Eltern
und damit den Kindern helfen? Wohlfahrtsstaatlicher