ProLifestyle

Förderung gesunder Lebensstile bei Jugendlichen durch digitale Health Literacy-Anwendungen (ProLifestyle)

Kurzbeschreibung

Folgt in Kürze

 

Projektbeschreibung

Das Teilprojekt ProLifestyle zielt darauf ab, eine gesundheitsfördernde Lifestyle-Webseite, einen gesundheitsfördernden Youtube-Channel (Vlog) und ein Smartphone App zu entwickeln, um ehealth literacy sowie allgemeine Gesundheitskompetenzen von benachteiligten bzw. unterprivilegierten Jugendlichen im Alter von 14-17 Jahren zu fördern. Der besondere Fokus liegt dabei auf bereits vorhandenen Ressourcen und Handlungskompetenzen, die die Forscher_innen während der ersten Phase des Projekts (ELMi) herausgearbeitet haben. Die technische Entwicklung der App und der Website wird durch die Unterstützung und in Kooperation eines professionellen Softwareentwicklers erfolgen (F&E-Auftrag). Die inhaltliche Gestaltung und Entwicklung der Webseite sowie der Empowerment-orientierten Lehr- und Lernvideos auf YouTube, liegt in der Verantwortung der Forscher_innen, wobei die benachteiligten bzw. unterprivilegierten Jugendlichen, partizipativ und im Sinne des good practice Konzeptes und fortlaufender Rückkoppelungsprozesse und Feedbackschleifen involviert werden.

Die entwickelten ehealth-literacy-Formate verfolgen das Ziel, das ehealth literacy Level insbesondere von sozial benachteiligten und unterprivilegierten Jugendlichen zu verbessern. Die Jugendlichen sollen durch die Verwendung der Website oder durch die Nutzung der App unterschiedliche gesundheitsrelevante Handlungskompetenzen und Fähigkeiten entwickeln, z.B. durch Webseiten (gezielt) navigieren zu können (allgemeine Medienkompetenzen), um nach Gesundheitsinformationen zu suchen und diese zu verstehen (ehealth literacy). Nicht zuletzt sollen sie durch unsere Formate so empowered werden, dass sie lernen, diese Informationen schließlich gesundheitsförderlich, primär- und sekundärpräventiv für sich zu nutzen (gesundheitsbezogene Handlungskompetenzen), und das selbst dann, wenn sie über geringe Lese- und Schreibkompetenzen verfügen (Bekämpfung gesundheitlicher Ungleichheiten). Denn, die ethnografische Feldforschung hat gezeigt, dass geringe Sprachkompetenzen nicht zwingend ein Hindernis sein müssen, um bestimmte Apps zu nutzen. Daran ansetzend ist geplant, bereits bestehende (Lern-)Kompetenzen zu nutzen, um neue (und notwendige) Kompetenzen zu erlernen, aufzubauen, zu erweitern.

Die wenigen existierenden ehealth literacy-Formate, die überhaupt Jugendliche adressieren, setzen entweder ein hohes bis sehr hohes Literalitätsniveau voraus oder aber fokussieren inhaltlich auf die negativen Folgen von neuen Medien [8, 9]. Das Forschungs- und Entwicklungsvorhaben ProLifestyle setzt anders an, indem ehealth literacy und Handlungskompetenzen bei Jugendlichen im Allgemeinen und benachteiligten Jugendlichen im Besonderen selbst aufgebaut und entwickelt werden können. Die geplante Intervention soll im kleinen Rahmen eine Strategie zur Operationalisierung bestehender und/oder benötigter Kern- und Schlüsselkompetenzen erproben. Gelingt es, die so genannten hidden resources (bestehende, nicht sichtbare Ressourcen und/oder Kompetenzen) zu nutzen, um das ehealth literacy Level zu verbessern, ist ein kleiner, aber wichtiger Schritt in Richtung der förderpolitischen Ziele zu Gesundheitsförderung, Prävention sowie zur Bekämpfung

sozialer und gesundheitlicher Ungleichheit getan. Darüber hinaus lässt sich als weiteres zentrales förderpolitisches Ziel , das der Zielgruppenspezifizität von Maßnahmen, Konzepten und Interventionen, anführen, das in ProLifeStyle insbesondere dadurch gewährleistet ist, dass die Interessen, Bedarfe und Bedürfnisse von benachteiligten Jugendlichen direkt in die technische und inhaltliche Gestaltung der App-Entwicklung sowie in die Entwicklung der interaktiven online Plattformen einfließen.

KontaktInstitutEMail
Elias Sahrai
Pädagogische Hochschule Freiburg
elias.sahrai[at]ph-freiburg.de
Prof. Dr. Uwe Bittlingmayer
Pädagogische Hochschule Freiburg
uwe.bittlingmayer[at]ph-freiburg.de