SCURA

Förderung von Literacy, (e-)Health Literacy und gesundheitsförderlichen Lebensstilen von benachteiligten Jugendlichen in Bildungssettings unter Berücksichtigung der strukturellen Bedingungen und der Ressourcen der Jugendlichen

Kurzbeschreibung

Das grundlagen- und anwendungsbezogene Forschungsvorhaben SCURA zielt auf die Förderung von (e-)Health Literacy von benachteiligten Jugendlichen in Bildungssettings.  Im ersten Teil wird zunächst grundlegend der Erwerb und die Förderung von (e-)Health Literacy im Kontext von Bildungsangeboten ethnographisch erforscht. Im zweiten Teil wird darauf aufbauend ein zielgruppen-spezifisches Trainingsprogramm für Lehrkräfte und Fachkräfte im Sozialdienst zur Förderung der (e-)Health Literacy der Jugendlichen konzeptioniert, implementiert und evaluiert.

 

Projektbeschreibung

Die ethnographisch angelegte gesundheitsbezogene Studie SCURA stellt eine wichtige Grundlagen- sowie Interventionsforschung dar, die eine vertiefte Analyse von Bildungssettings aus der Perspektive der Public Health und Health Literacy ermöglicht.

In der ersten Förderphase wurde im ELMi-Projekts ((e-)Health Literacy and Minority Health), das Zusammenspiel zwischen verschiedenen Ressourcen von benachteiligen Jugendlichen mit Migrationshintergrund und ihren gesundheitsrelevanten Alltagshandlungen in ihrer Freizeit, sowie die Sinnsetzungsvorgänge dieser Alltagshandlungen erforscht.

Daran anknüpfend wird in der zweiten Förderphase des HLCA-Verbundes das Teilprojekt SCURA die gesundheitsrelevanten, (e-)Health Literacy Praktiken von benachteiligten Jugendlichen in für sie besonders relevanten Lebenswelten, den Bildungs-Settings, genauer betrachten. Die in diesem Projekt ausgewählten relevante Bildungssettings für benachteiligte Jugendliche das Übergangssystem und Integrationskurse.

Die Settings werden hierbei als komplexe Handlungsfelder begriffen, innerhalb dieser die Lernenden die eigenen gesundheitsrelevanten Handlungskompetenzen einsetzen und erweitern können. Das Ziel von ‚SCURA‘ ist zunächst innerhalb von ausgewählten Bildungssettings folgende gesundheitsrelevante Aspekte zu beschreiben: die strukturellen Bedingungen, die Rolle der Lehrkräfte, die verfügbaren Ressourcen der Jugendlichen. Zudem wird das Zusammenspiel dieser Aspekte zur Förderung von (e-)Health Literacy beleuchtet.

Darauf aufbauend werden zudem Ansatzmöglichkeiten zur Förderung von (e-)Health Literacy identifiziert und ein Unterrichtsmanual und eine Handreichung für Akteur_innen in Bildungssettings erstellt. Basierend auf der Handreichung werden Trainingseinheiten für die in der Praxis tätigen Akteur_innen (Lehrkräfte und Fachkräfte im Sozialdienst) konzeptualisiert, implementiert und evaluiert.

Ziel der Fortbildung ist u.a. die Teilnehmenden für gesundheitsrelevante Aspekte im Bildungssetting zu sensibilisieren sowie Möglichkeiten aufzuzeigen wie (e-)Health Literacy von benachteiligten Jugendlichen gezielt gefördert werden kann.

Durch die Anlage des Forschungsprojekts und die Fortbildung sowie das Unterrichtsmanual wird ein zeitnaher Austausch zwischen verschiedenen Akteur_innen in der Praxis und Wissenschaftler_innen ermöglicht. Diese Zusammenarbeit erzielt die Dissemination von wissenschaftlichen Erkenntnissen und die optimierte Anpassung der Handreichung auf die Bedürfnisse von  Lehrkräften und Fachkräften im Sozialdienst.

Die gewonnenen  Erkenntnisse können als Good Practice dienen, um zukünftige (e-)Health Literacy Interventions-Designs für Jugendliche, Lehrkräfte und Sozialarbeiter_innen zu bereichern/inspirieren und kultur- und handlungs-prozess-sensibel zu gestalten.

KontaktInstitutEMail
Zeynep Islertas
Pädagogische Hochschule Freiburg
zeynep.islertas[at]ph-freiburg.de
Stefanie Harsch
Pädagogische Hochschule Freiburg
stefanie.harsch[at]@ph-freiburg.de
Prof. Dr. Uwe Bittlingmayer
Pädagogische Hochschule Freiburg
uwe.bittlingmayer[at]ph-freiburg.de