GenHEcon

Genderbezogene Analyse und gesundheitsökonomische Begleitevaluation von Health Literacy-Interventionen im Kindes- und Jugendalter (GenHEcon)

Kurzbeschreibung

Das Teilprojekt GenHEcon wurde konzipiert, um die Teilprojekte, in denen Interventionen geplant sind, aus gesundheitsökonomischer sowie genderbezogener Perspektive zu beraten und zu unterstützen. In diesem Kontext führt der Lehrstuhl für Medizinmanagement ökonomische Evaluationen der Interventionen in den Teilprojekten MEDIA PROTECT, IMPRES und ProLifestyle durch. Das Essener Kolleg für Geschlechterforschung wird sich für die Integration der Geschlechterperspektive einsetzen und die Berücksichtigung von Geschlechteraspekten sowie die Entwicklung und das Design von gendersensiblen HLCA Interventionen unterstützen. Im letzten Projektjahr synthetisiert GenHEcon in Kooperation mit dem Verbundmanagement (Teilprojekt PMOplus) die Projektergebnisse des Verbundes und bereitet die Ableitung von Praxis- und Politikempfehlungen vor.

 

Projektbeschreibung

Ziele des Teilprojektes „Genderbezogene Analyse und Gesundheitsökonomische Begleitung von Health Literacy Interventionen im Kindes- und Jugendalter (GenHEcon)“ in diesem Zusammenhang sind zum einen die Beratung sowie die Unterstützung der Evaluation von im Verbund entwickelten Health Literacy-Interventionen aus gesundheitsökonomischer sowie genderbezogener Perspektive. Des Weiteren synthetisiert das Teilprojekt in Kooperation mit dem Verbundmanagement (Teilprojekt PMOplus; Universität Bielefeld) die Projektergebnisse des Verbundes im letzten Projektjahr. Damit führen die beiden beteiligten Institute der Universität Duisburg-Essen ihre Tätigkeiten aus der ersten Förderphase (Teilprojekt SynthHLCA) auch in der zweiten Förderphase fort.

Zu den übergeordneten Verbundzielen trägt das Teilprojekt GenHEcon daher auf dreierlei Weise bei.

(1) Bei der Entwicklung, Umsetzung und Evaluation von Health Literacy-Interventionen berät und unterstützt GenHEcon die Teilprojekte des Verbundes bei der Berücksichtigung gesundheitsökonomischer und genderbezogener Aspekte.

(2) Ferner übersetzt GenHEcon gemeinsam mit dem Teilprojekt PMOplus die Forschungsergebnisse der einzelnen Teilprojekte des Verbundes in Politik- und Praxisempfehlungen.

(3) Das Teilprojekt GenHEcon nimmt dabei grundsätzlich eine verbundübergreifende Pipelinefunktion ein. Als solches ermöglicht es zusätzlich eine Verknüpfung der einzelnen Teilprojekte des Verbundes hinsichtlich ihrer gesundheitsökonomischen sowie genderbezogenen Methoden und Ergebnisse.

 

Für die Umsetzung sowie eine nachhaltige Überführung der Ergebnisse des Konsortiums in Praxis und Politik ist die Einbeziehung von gesundheitsökonomischen und geschlechtsspezifischen Aspekten sehr bedeutsam. Die Diskussionen über die Teilprojekte des Konsortiums in der ersten Hälfte der ersten Förderperiode bestätigten die Bedeutung der Berücksichtigung geschlechtsspezifischer und gesundheitsökonomischer Aspekte von einem frühen Stadium an. Dies wird in der zweiten Förderperiode mit einem Folge-Teilprojekt gefördert, welches explizit gesundheitsökonomische und geschlechterspezifische Aspekte adressiert.

Das neue Teilprojekt – Genderbezogene Analyse und Gesundheitsökonomische Begleitung von Health Literacy Interventionen im Kindes- und Jugendalter (GenHEcon) – wurde konzipiert, um die Teilprojekte zu beraten und zu unterstützen, in denen Interventionen geplant sind. Diese Teilprojekte werden insbesondere MEDIA PROTECT, IMPRES und ProLifestyle sein. GenHEcon ist als Pipeline-Projekt konzipiert, das in einem wechselseitigen Austausch mit den anderen Teilprojekten des Konsortiums steht. Das PMOplus-Teilprojekt, das für die Koordination aller Interaktionen der Teilprojekte über das Konsortium verantwortlich ist, wird GenHEcon unterstützen und den Kommunikations- und Datenaustauschprozess erleichtern.

In der zweiten Förderperiode führt der Lehrstuhl für Medizinmanagement ökonomische Evaluationen der Interventionen durch, die von den oben genannten Teilprojekten des Konsortiums durchgeführt werden. Damit trägt das Institut maßgeblich zur Evaluation der Interventionen aus gesundheitsökonomischer Perspektive bei und ermöglicht damit aus dieser Perspektive heraus auch die Ableitung von Praxis- und Politikempfehlungen.

Eine geschlechtersensible Forschungsperspektive, die kulturelle, soziale, gesellschaftliche und ökonomische Aspekte berücksichtigt, ist bei Untersuchung von Health Literacy von Kindern und Jugendlichen von grundlegender Bedeutung im Hinblick auf die Definition relevanter Zielgruppen, die Erreichung gesetzter Ziele sowie die zielgerichtete Entwicklung von Strategien zur Förderung von Health Literacy von Kindern und Jugendlichen. Die Teilnahme des Essener Kollegs für Geschlechterforschung im Verbund ist ausgelegt, zur Unterstützung der gender- und diversitätssensiblen Evaluation der Verbundergebnisse beizutragen.

Die Teilprojekte des Konsortiums werden nahtlos an ihre Forschungspraxis aus der ersten Förderphase anknüpfen und ihren Forschungsbereich auf Grundlage dort generierter Erkenntnisse mit neuen, sich aus den vorliegenden Ergebnissen ergebenden Fragestellungen in den Kontext der Anwendungsforschung überführen. Das Teilprojekt GenHEcon wird in dieser Arbeitsphase ebenfalls partiell in der Problemdefinition aktiv und dabei die interventionsbezogenen Teilprojekte IMPRES, MEDIA PROTECT und ProLifestyle in der Formulierung und anschließenden Bewertung von gesundheitsökonomischen Indikatoren sowie genderbezogenen Fragestellungen unterstützen.

KontaktInstitutEMail
Dr. Maren Jochimsen (Gen)
Universität Duisburg-Essen
maren.a.jochimsen[at]uni-due.de
Kathrin Schulz (Gen)
Universität Duisburg-Essen
kathrin.schulze[at]uni-due.de
Prof. Dr. Jürgen Wasem (HEcon)
Universität Duisburg-Essen
juergen.wasem[at]medman.uni-due.de
Janine Biermann (HEcon)
Universität Duisburg-Essen
janine.biermann[at]medman.uni-due.de
PD Dr. med. Dr. rer. pol. Anja Neumann (HEcon)
Universität Duisburg-Essen
anja.neumann[at]medman.uni-due.de
Dr. PH Silke Neusser (HEcon)
Universität Duisburg-Essen
silke.neusser[at]medman.uni-due.de