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International Understandings of Health Literacy in Childhood and Adolescence

A Qualitative-Explorative Analysis of Global Expert Interviews

Autorinnen und Autor

Tessa Schulenkorf, Kristine Sørensen, Orkan Okan

Abstract

Background: With regard to children and adolescents, health literacy should only not be understood as an individual ability, but rather as dependent based on its contextual determinants. The study examines how experts define health literacy in childhood and adolescence and discusses whether they include these factors.

Methods: In 48 interviews with experts from 32 countries, specific questions for defining health literacy in childhood and adolescence were analyzed. Data analysis was conducted according to the summary of the qualitative content analysis. Main categories and subcategories were developed exploratively and inductively.

Results: No expert had an official definition of health literacy in childhood or adolescence. There were more experts who located health literacy only at the individual level alone than those who located it at both the individual and contextual levels. On the individual level, there was a focus on information processing, knowledge, behavior, and skills. At the contextual level, system responsibility, the ability of others, and relationship between age and development were the main points.

Conclusions: To develop an adequate method of dealing with health literacy in the target group, there must be a target group-specific consideration of the dependencies, ages, and developmental stages of that group. While this is considered as consensus in scientific discourse, it has seemingly not yet been adopted in development-related policies internationally.

https://www.mdpi.com/1660-4601/19/3/1591

Rückblick: Das HLCA-Konsortium auf der 10. European Public Health Conference 2017

Der Forschungsverbund Health Literacy im Kindes- und Jugendalter“ (HLCA) hat vom 01.- 04. November 2017 auf der 10. European Public Health Konferenz (EPHC) in Stockholm Veranstaltungen organisiert und ausgewählte Forschungsergebnisse vorgestellt. Unter dem Konferenzthema “Sustainable, resilient and healthy communities” hat die European Public Health Association (EUPHA) VertreterInnen aus der ganzen Welt zusammen gebracht.
Der HLCA-Verbund hat, neben der Darstellung von eigenen wissenschaftlichen Erkenntnissen, mit der Sektion für Gesundheitsförderung (HPS) der EUPHA, eine Pre-Konferenz und verschiedene Workshops abgehalten. Den Fokus bildeten empirische Forschungsergebnisse, aber auch theoretische Perspektiven und praktische Auswirkungen auf Forschung, Politik und Praxis wurden vorgestellt und besprochen.

 
© 10th European Public Health Conference - 2017 Pre-Konferenz

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Health Literacy: Forscher und Nachwuchswissenschaftler aus der ganzen Welt zu Gast in Bielefeld

Die 2. internationale HLCA-Summer School Health Literacy: Research, Policy and Advocacy hat vom 18. bis zum 22. September 2017, am Zentrum für Interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld, Nachwuchswissenschaftler_innen aus der ganzen Welt mit renommierten, internationalen Forschern aus dem Themenfeld Health Literacy (gesundheitliche Grundbildung) zusammengebracht.


© Orkan Okan, Universität Bielefeld

Angeleitet durch Dr. Kristine Sørensen (Niederlande), Prof. Dr. Diane Levin-Zamir (Israel) und Prof. Dr. Luis Saboga-Nunes (Portugal) haben 37 Personen aus 14 Ländern den Weg nach Bielefeld gefunden. Zunächst wurden:

– die Forschungsplanung und mögliche Forschungsmethoden,
– die Potentiale und Herausforderungen von Health Literacy mit Blick auf Kinder und Jugendliche,
– die Betrachtung konkreter Fälle in klinischen Kontexten und
– der Beteiligung von Patienten und anderen vulnerablen Gruppen im Forschungsprozess gemeinsam erarbeitet.

Anschließend haben die Nachwuchswissenschaftler_innen spannende und relevante Forschungsprojekte entwickelt und im Plenum präsentiert und rege diskutiert.

  
© Orkan Okan, Universität Bielefeld

Weiterhin wurde die praktische Arbeit politischer Entscheidungsträger_innen mithilfe der Analyse und Bewertung politische Aktionspläne zu Health Literacy und anderer politischer Dokumente betrachtet.
Zum Abschluss der Woche wurden notwendige Soft-Skills für Health Literacy Expert_innen mit der erfahrenen Gesundheits- und Health Literacy–Expertin Barbara Kondilis von der Hellenic University in Griechenland praktisch erprobt.
Darüber hinaus sprach Prof. Dr. Peter Goldblatt vom Institute of Health Equity des University College London (UK) über gesundheitliche Chancengleichheit und Gerechtigkeit im Zusammenhang mit Health Literacy.
Luis Saboga-Nunes gab als Präsident der EUPHA – Health Promotion Section einen Input in das Feld der Gesundheitsförderung, der Prävention von Tabakkonsum und evidenzgeleitete Einblicke in die Salutogenese. Stefanie Harsch von der Pädagogischen Hochschule Freiburg stellte erste Forschungsergebnisse einer Health Literacy Studie in Afghanistan vor.
Kristine Sørensen hat die abschließende Präsentation zu Health Literacy gehalten und beendete gemeinsam mit Prof. Dr. Ullrich Bauer, Dr. Paulo Pinheiro und Orkan Okan die Summer School 2017.
Dabei, so das Fazit der jungen Wissenschaftler_innen, waren die internationale Atomsphäre und die Gruppendynamik herausragend. Entscheidend sei dafür auch die flache Hierarchie zwischen Lehrenden und Studierenden gewesen. Als sehr bereichernd haben die Teilnehmer_innen die Auseinandersetzungen mit weltweit stattfindenden Health Literacy – Projekten wahrgenommen und dabei vor allem auch die Möglichkeit hervorgehoben sich mit den Forschungsmethoden auseinandersetzen zu können.


© Orkan Okan, Universität Bielefeld